ALGERIEN  - Perle am Mittelmeer und Traumwüste Sahara

 

 

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Kultur

Geschichte

 

Seit 60 Jahren besteht die UNESCO. 1972 wurde die Welterbekonvention verabschiedet. Zum Schutz des immateriellen Erbes widmet sich die UNESCO der Inventarisierung, Sammlung und Erhaltung kultureller Traditionen, handwerklicher und künstlerischer Fertigkeiten, mündlicher Überlieferungen und vom Aussterben bedrohter Sprachen.

Seit 1980 gehören 8 Stätten in Algerien zum Weltkultur (K) - und Weltnaturerbe (N):

Welterbestätten

Land und Leute

Feste

Museen

M'Sila

 

 

Bergfestung Kalaa Beni Hammad (K/1980)

Im Hodna-Gebirge, etwa 35 Kilometer nordöstlich von M'Sila liegt auf einer Felsspitze die Bergfestung Kalaa des Beni Hammad aus dem 11. Jahrhundert. Der Gründer war Hammad ibn Bologhine ibn Ziri, ein Berber, der sich von der Vorherrschaft der Fatimiden lossagte und eine eigene Dynastie, die der Ziriden bzw. Hammaditen gründete. Bereits einige Jahre nach der Gründung 1007 wurde die Kalaa in etwa 1000 Metern Höhe zum Zentrum des Karawanenhandels. Die Festungsstadt in der landschaftlich reizvollen Umgebung des Djebel Maadid war mit einem Mauerwall von etwa 7 Kilometern Länge umgeben und wurde durch den regen Warenaustausch wohlhabend, was Ausdruck in den prächtigen Verzierungen der Moscheen und Paläste der Emire fand. Die grosse Moschee mit dem viereckigen Minarett war einmal das zweitgrösste Bauwerk (nach der Mansoure-Moschee in Tlemcen) seiner Art in Algerien. Das ursprüngliche 25 Meter hohe Minarett, dessen Ruinen heute noch zu sehen sind, war architektonisch das direkte Vorbild für die Minarette in Marrakech (Koutoubiya), in Rabat (Hassanturm) und Sevilla (Giralda). Schon 1090 verliessen die Ziriden ihre Kalaa (Festung) aus Furcht vor den heranrückenden, arabischen Beni Hilal, die folgenden Almohaden plünderten die Kalaa und steckten sie in Brand.

 

Djanet

 

 

Felsmalereien des Tassili n’Ajjer (K/N/1982)

Im Südosten des Landes liegt die Perle der Oasen, wie Djanet auch wegen ihrer Lage und den Palmengärten genannt wird. Hier ist der Ausgangspunkt für die Besuche der berühmten Felsmalereien und Felsgravuren in diesem 80.000 Quadratkilometer grossen Gebiet des Tassili n'Ajjer, dem Hochplateau der Flüsse, wie die Tuareg sagen. In Höhlen und Überhängen (Abris) wurden in verschiedenen Epochen vor etwa 10000 Jahren bis um 100 n.Chr. Jagdszenen, Tierherden und Menschen gemalt. Auf Felsplatten und an Felswänden gravierten die Künstler Rinder, Giraffen, Elefanten und weitere Savannentiere.

 

 

Ghardaia

 

 

Das Tal des M'zab (K/1982)

Ghardaia ist eine Pentapolis aus den fünf Städten El Atteuf, Beni Isguen, Melika, Bou Noura und Ghardaia selbst. Das Tal des Flusses M'Zab gab auch den Bewohnern ihren Namen (Mozabiten), die sich in dieser kargen Gegend ab 1011 niederliessen, um Brunnen zu graben, ihre Städte anzulegen und um sich ihrer strengen Auslegung der Religion hinzugeben, nachdem sie jahrelang verfolgt wurden. Ihre eigenartige Architektur mit dem hochaufragenden Minarett auf dem höchsten Punkt der Stadt, ihre schmalen, verwinkelten Gassen und den grossartig angelegten Oasengärten machten die Mozabitenstädte bekannt. Die Altstädte sind mit Stadtmauern umgeben.

 

 

Djemila

 

Römische Ruinen von Djemila (K/1982)

Nicht nur wegen der Ruinen, vor allem wegen der zahlreichen wundervollen Mosaike ist Djemila, die Schöne, bekannt. Ganze Wände des Museums schmücken die vielfarbigen Mosaike mit verschiedensten Motiven aus dem 2. Jahrhundert n.Chr., darunter  Bacchus mit Weinranken, die Toilette der Venus und den Raub der Europa. Zwischen grünen Taleinschnitten vor dem Bergpanorama der Kleinen Kabylei liegt Djemila an der Kreuzung mehrerer Handelswege Numidiens und wurde um 96 n. Chr. als römischer Wachtposten und Wohnort für Soldaten angelegt.

 

Tipaza

 

Ruinenstadt Tipasa (K/1982)

An der Mittelmeerküste 70 Kilometer westlich von Algier liegt der alte Phönizierhafen Tipasa. Später nutzten die Römer die Stadt und durch Ausgrabungen wurden Hafenanlagen, Amphitheater, Tempel, Thermen und Wohnhäuser mit feinen Mosaikböden freigelegt.

 

 

Batna

 

Römische Ruinen von Timgad (K/1982)

Etwa 30 Kilometer östlich von Batna im Aurès-Gebirge ist Timgad ein attraktives Ausflugsziel. Diese alte Ruinenstadt war eine Hochburg der Donatisten, einer strengen katholischen Sekte, die sich hier ab dem 4. Jahrhundert entwickelte und in Nordafrika stark ausbreitete. Der Triumpfbogen mit einem mittleren Durchlass von gut sechs Metern, ist weithin sichtbar. Er wird fälschlich als Trajans-Bogen bezeichnet.

 

Algier

 

 

Kasbah (Altstadt) von Algier (K/1992)

Oberhalb des Hafens im Zentrum der Hauptstadt Algier erhebt sich die Kasbah aus der Zeit der Osmanischen Epoche ab 1529. Durch Freibeuterei reich geworden, schmückten prächtige Paläste und Moscheen die gut befestigte Kasbah, bis zum Einfall der Franzosen 1830. Nachdem die moslemischen Andalusier aus Granada, Sevilla und anderen Orten vertrieben wurden, landeten sie an der marokkanischen und algerischen Küste. Die Spanier verfolgten sie und metzelten viele nieder. Daraufhin wehrten sich die Bewohner mit Hilfe der seefahrenden Brüder Aruj und Chaireddin Barbarossa, die im Dienst der Osmanen standen. Lange Zeit beherrschten die Brüder den Seeverkehr im Mittelmeer und Städte wie Genua und Venedig auf der nördlichen Seite wurden Handelspartner von Algier.

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